Webhosting für die eigene Homepage: nach welchen Kriterien sollten Hoster ausgewählt werden?

Wer heute ein Unternehmen führt – und sei es auch nur ein Kleinunternehmen – kommt um eine eigene Website nicht mehr herum. Damit die eigene Webpräsenz auch ständig verfügbar ist, muss die Seite durch einen Server gehostet werden. Insbesondere bei kleineren Web-Projekten ist es aus ökonomischer Sicht keinesfalls sinnvoll, einen eigenen Server zu betreiben – was insbesondere dann gilt, wenn das dafür notwendige Know-how ohnehin nicht vorhanden ist. Die benötigten Server-Kapazitäten lassen sich ganz einfach anmieten. Die Angebote zum sogenannten Webhosting fallen hinsichtlich der Auswahl umfangreich aus. Worauf gilt es zu beachten?

Webhosting

Steigende Nachfrage: Umsatz des Webhostings steigt kontinuierlich

Technisch ist einfach zu erklären, wie Webhosting funktioniert: ein Webhoster betreibt ein Rechenzentrum mit leistungsfähigen Servern, die ständig im Betrieb sind. Die Kunden mieten sich entsprechend der eigenen Anforderungen Serverkapazitäten an, damit die eigene Website ständig online ist. Darüber hinaus wird als weitere Dienstleistung noch das sogenannte „Domain-Hosting“ angeboten. Hierbei wird nicht die benötigte Server-Kapazität gemietet, sondern die Top Level Domain; also die Adresse, unter der die Website erreichbar ist.

Die Bedeutung der eigenen Webpräsenz steigt ganz offenkundig noch, denn auch die Webhosting-Umsätze in Deutschland erhöhen sich kontinuierlich: im Jahr 2014 wurde erstmalig ein Branchenumsatz von 1 Milliarde Euro erzielt, 2017 wird voraussichtlich die Schwelle von 1,1 Milliarden überschritten; bis 2019 werden es 1,2 Milliarden Euro sein. Diese Umsatzsteigerung ist insofern bemerkenswert, weil die Kosten für Speicherplatz und damit auch Webhosting-Dienstleistungen eher sinken. Ganz offenkundig wird diese Tatsache durch ein Wachstum des Marktes überkompensiert.

Welche Leistungen werden benötigt?

Schwieriger ist allerdings zu beurteilen, welche Leistungen konkret benötigt werden. Zunächst unterscheiden sich natürlich Preise sowie die zur Verfügung gestellte Speicherkapazität. Wie groß die benötigte Speichermenge ist, lässt sich anhand der Größe der eigenen Daten feststellen: alle Inhalte, darunter auch Bilder und Videos, die auf der Website präsentiert werden sollen, geben einen guten Überblick über die benötigte Speicherkapazität. Bei der Auswahl des Tarifes ist zudem auch die Skalierbarkeit wichtig. Darunter wird die Möglichkeit verstanden, bei einem erhöhten Bedarf auch in den nächsthöheren Tarif zu wechseln, ohne durch überproportional ansteigende Kosten belastet zu werden.



Die wichtigsten Anbieter im Vergleich

Auch hinsichtlich der Anbieter ist die Auswahl groß, wie Netzsieger in einem Vergleich zeigt: zu den wichtigsten Webhostern gehören 1&1 und Host Europe und auch Strato Webhosting wie der Bericht zeigt. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Hoster in der Übersicht:

1&1

Vorteile:

  • Großes Angebot unterschiedlicher Tarife
  • hohes Maß an Datensicherheit
  • einfache Bedienbarkeit, Homepage-Baukasten verfügbar

Nachteile:

  • Virenschutz Aufpreispflichtig
  • restriktive Begrenzung des Webspace

Host Europe:

Vorteile:

  • Keine Vertragsbindung
  • hohe Datensicherheit
  • guter Support
  • Homepage Baukasten nutzbar

Nachteile:

  • SiteLock nur gegen Aufpreis buchbar
  • Auswahl an Web-Applikationen überschaubar

Strato Webhosting

Vorteile:

  • Außergewöhnlich großes Hosting- und Serviceangebot
  • sehr hohe Datensicherheit
  • viele Apps und Sicherheitsoptionen
  • besonders einfaches WordPress-Hosting verfügbar
  • Homepage Baukasten steht zur Verfügung

Nachteile:

  • WebFTP kann nur über Java Virtual Console benutzt werden
  • Integration des Homepage Baukasten verbesserungswürdig

Webhosting und Datenschutz

Ein wichtiges Thema beim Webhosting ist der Datenschutz. Maßgeblich für das anzuwendende Datenschutzrecht ist nämlich der Standort des Rechenzentrums – auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn der Server in Deutschland oder zumindest in einem Land der Europäischen Union verortet ist. Außerdem sollten insbesondere wenig routinierte Nutzer auf einen umfangreichen Support achten.

Technische Probleme sollten zwar zu den Ausnahmen gehören, möglicherweise werden aber beim Umgang mit dem CMS Fehler gemacht, die das wieder aufspielen eines Back-ups notwendig machen – hier ist es natürlich von entscheidender Bedeutung, dass sich der Hoster schnell mit der Problematik auseinandersetzen kann und eine zufriedenstellende Lösung findet. So zeigt sich am Ende: die Auswahl des richtigen Hoster und passenden Tarifs sollte nach einer Reihe unterschiedlicher Gesichtspunkte durchgeführt werden – damit auch die eigene Webpräsenz bald zuverlässig online geht.

 

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