Werbetrends 2010 – SocialMedia und Apps

Werbung goes online… im Mittelpunkt steht der Mensch

Die Herausforderung mit Werbemedien wie Video – vorwiegend im TV – ist, dass der Nutzer hier nicht nur am Produkt interessiert sein muss, sondern sich an dieses auch später im Moment der Kaufentscheidung erinnert. Die Sache mit der TV-Werbung ist aber die, dass der Fernsehschauer, die Werbepausen gern  für andere Zwecke nutzt und sich dann eben nicht unbedingt an alle TV-Spots erinnert. Nicht zuletzt deswegen ist Onlinewerbung derart erfolgreich. Durch Vernetzungen, Verlinkungen und gezielte Informationen ist der Käufer respektive Konsument direkt am Geschehen und kann so seine Interessen verfolgen und gegebenenfalls sofort umsetzen.Das heißt, dass die Konsumenten eine Anzeige geschaltet bekommen und dann direkt eine Kaufhandlung im Web durchführen.

Folgende Trends zeichneten sich für das  Jahr 2010 ab.

Werbetrend 1: Social Media Marketing

Um die Bekanntheit einer Marke auf- und auszubauen, müssen in bestimmten wirtschaftlichen Segmenten neue Kommunikationswege in der Werbung beschritten werden. Das Internet hat sich längst als akzeptiertes und hoch frequentiertes Medium etabliert, so dass hier neue Zielgruppenpotenziale ausgeschöpft werden können. Die Besonderheit bei dem Einsatz von Social Media Marketing liegt in dem aktiven Einbezug der Nutzer zur Gestaltung und viralen Verbreitung der Markenbotschaften. Dies funktioniert nur, wenn die Nutzer wirklich überzeugt von einer Marke sind, sich nicht für Werbezwecke ausgenutzt fühlen und einen persönlichen Mehrwert für sich entdecken. Dafür ist es wichtig, jeden einzelnen Nutzer als das Individuum anzusehen, das er in dem Moment seiner Online-Präsenz darstellt. Das heißt, sowohl seine unterschiedlichen Interessen als auch seine persönliche Vernetzung zu berücksichtigen. Mitglieder in sozialen Netzwerken interessieren sich meistens für Neuigkeiten und Innovationen und lassen sich gerne überraschen. Sie zählen zu den Early Adopters und leiten Informationen nach einer persönlichen Bewertung an ihre Freunde und Bekannte weiter. Damit erhalten sie Anerkennung im engeren und weiteren Bekanntenkreis, stehen in einem direkten Zusammenhang mit dem anbietenden Unternehmen und fühlen sich in ihrer Meinung respektiert. Sie gestalten die Markenidentität mit. Auf diese Weise entstehen im besten Fall virale Marketing-Effekte, die sich bei kontinuierlicher Kontrolle intelligent steuern lassen.

Werbetrend 2: Apps – der Konsument entscheidet

App ist die Kurzform für Application, zu Deutsch also Applikation. Damit sind kleine Hilfsprogramme für Multimedia-Handys gemeint, die dem Besitzer einen individuellen Zusatznutzen bieten. Vorreiter ist das derzeit äußerst populäre iPhone. Mit einer App ist der Nutzer in der Lage, die optimale Kochzeit für ein Ei festzustellen, aktuelle Flugdaten auf der Flugreise zu ermitteln, den eigenen Standort auf einer Landkarte zu markieren oder ein Bierglas zu simulieren. Rund 100.000 Apps stehen im iTunes App Store zur Verfügung, teils von den Apple-Profis entwickelt, teils von freien Programmieren zum Download angeboten. Die Anzahl der iPhone-Nutzer wächst stetig. Zwar werden zurzeit nur rund 20% der zur Verfügung stehenden kostenlosen und kostenpflichtigen Apps genutzt, doch das Interesse steigt stetig. Denn so individuell die Ansprüche des mobilen Nutzers werden, so persönlich möchte er auch seinen mobilen Zugriff auf verschiedene Dienste gestalten. Die Applikationen müssen einen Mehrwert für den Nutzungsalltag darstellen und nahtlos in denselben zu integrieren sein. Auf diese Weise finden sie, und die damit verbundene Marke, einen festen Platz im Leben des Nutzers eingeräumt.

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