Haptica 2016 zeigte haptische Werbetrends erstmals in Bonn

Nach drei erfolgreichen Jahren in Köln fand die Haptica, die Messe für haptische Werbeartikel, nun erstmals in Bonn statt. Im neu gegründeten World Conference Center gewannen Werbemittelhersteller, Agenturen und andere Interessierte einen Einblick in die Zukunft eines Werbeformats, das gerade von vielen digitalen Experten zu Unrecht als vom Aussterben bedroht angesehen wird. Veranstalter war auch in diesem Jahr das Verlagshaus WA Media, Herausgeber der Fachmagazine Haptica, Promotion Products, der Werbeartikel-Nachrichten und des eppi magazine. Vom Veranstalter wurde außerdem der Promotional Gift Award gesponsort, der besonders herausragende haptische Werbemittel belohnte.

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142 Aussteller aus ganz Deutschland präsentieren Werbung zum Anfassen

Insgesamt fast 1500 Besucher interessierten sich am 16. März für die Haptica 2016 und reisten dafür sogar aus Berlin, Hamburg oder München an den Rhein. Mit großer Begeisterung wurden nicht nur die Stände der 142 Aussteller begutachtet, sondern auch Vorträgen gelauscht und die Best Practice Sonderschau besucht, die einmal mehr zeigte, wie kreativ und kommunikativ haptische Werbeträger sein können, wenn die kreativen Kräfte dahinter sich nicht auf Kugelschreiber und Notizblöcke reduzieren müssen. Haptische Werbegeschenke sind nach wie vor ein exzellentes Mittel der Kundenbindung, denn sie vereinen das psychologisch wichtige Gefühl des „Anfassens“ mit dem bekannten Trigger des Revanchierungsgefühls, der Kunden veranlasst, dem schenkenden Unternehmen wohlgesonnen zu sein und sich mit einer Bestellung oder Beauftragung zu revanchieren.

Von veganen Kondomen und Bibeln als Grillanzünder

Zu den absoluten Highlights der diesjährigen Haptica gehörte mit Sicherheit der coole Vortrag von Philip Siefer über die haptische Aufwertung veganer Kondome als „geiles Produkt“, wobei das Produkt selbst dem Vortragenden sicher in die Karten gespielt hat. Überhaupt scheint Kontroversität und Offenheit ein gewisser Trend im haptischen Marketing zu sein. So zog auch eine Kampagne des Cremeherstellers Nivea die Aufmerksamkeit auf sich, anlässlich derer an brasilianischen Stränden an Kinder Puppen verteilt wurden, die Sonnenbrand bekommen können. Als sogenanntes Edutainment-Produkt sollten die Kids so für Hautkrebs-Prävention (und natürlich die Nivea-Produkte dazu) sensibilisiert werden. Ähnliches Aufmerksamkeitspotential hatte auch die Barbecue-Bibel von Tramontina, deren Seiten praktischerweise gleich als Grillanzünder, Messerschärfer oder Schneidbrett dienen. Eins war allen Ausstellern gleich: Alle waren sich mehr als sicher, dass haptische Werbemittel noch lange nicht ausgedient haben und dass es nur ein wenig Mut der Verantwortlichen bedarf, damit kreative Designer und Konzeptionierer aus traditionellen Werbeformen das herausholen, was wirklich drin steckt.

Bonner Werbeagenturen setzen auf Offline/Online-Mix

Zu den interessiertesten und aufmerksamsten Besuchern und Zuhörern gehörten natürlich die lokalen Werbeagenturen aus Bonn, dem Rheinland oder auch dem Ruhrgebiet. Regionale Werbeagenturen wie credia communications setzen seit jeher auf einen wirksamen Mix aus traditioneller Offline-Werbung mit optischen, akustischen und natürlich auch haptischen Reizen sowie modernen digitalen Werbekanälen. Die regionale Infrastruktur sowie die Massierung von Konsumenten in den Metropolregionen in Nordrhein-Westfalen machen klassische Werbeformen hier noch attraktiver und auch lokale Nischenmärkte können sich so problemlos positionieren, ohne mit den dicken Online-Etats der großen Versandhändler konkurrieren zu müssen. Vor allem für KMUs mit lokalem Bezug sowie für Nischen-Online-Shops sind durch die Hilfe von Werbeagenturen Potentiale auszuschöpfen, die im Kampf um den Markt den Unterschied ausmachen können.

1 Antwort
  1. Ute
    Ute sagte:

    Erst war mein Gedanke: Was sind denn haptische Werbetrends?
    Aber nach Lesen des Artikels dann natürlich: ah, alles klar. Läuft.

    😉 Danke für den Einblicl

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